{"id":2798,"date":"2021-10-05T14:25:00","date_gmt":"2021-10-05T12:25:00","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/?p=2798"},"modified":"2021-10-05T20:10:16","modified_gmt":"2021-10-05T18:10:16","slug":"davinci-bruecke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dennig-akademie.de\/?p=2798","title":{"rendered":"Team &#8211; Von Kaffeetanten und \u00dcbermuttis"},"content":{"rendered":"\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>\u201eUnser Team bem\u00fcht sich im Alltag intensiv darum, professionelle Arbeit zu machen und diesen Anspruch auch in aller Deutlichkeit zu artikulieren. Es tauchen in unserer Umgebung, beispielsweise den Eltern, immer wieder \u00e4u\u00dferst diffuse Meinungsbilder \u00fcber unseren Beruf und die damit verbundenen T\u00e4tigkeiten auf. Woher kommt es, dass Erzieherinnen f\u00fcr viele die Kaffeetanten der Nation sind, die mit Kindern basteln, spielen und singen? Das erlebe ich anders: In einigen Entwicklungsgespr\u00e4chen hatte ich den Eindruck, dass ich eine Art \u00dcbermutti f\u00fcr das Kind sein soll, die nur die Liebe zu den Kindern unter Aufgabe der eigenen Pers\u00f6nlichkeit kennt. \u2013 \u00dcbermutti, mein Eindruck ist, dass ich eher eine Super-Erziehungsberatungs-Konfliktschlichtungs-WiebekommeichmeinKindabendsinsBett-Nanny sein soll!\u201c<\/p><\/blockquote>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Solche Gedanken schlummern sicherlich in jedem \u201ep\u00e4dagogischen Kopf\u201c. M\u00fcssten Teams nicht etwas dagegen unternehmen? <\/strong>Wir sind alle ausgebildete Fachleute, Menschen mit Erfahrung, die engagiert und pflichtbewusst p\u00e4dagogische Arbeit &#8211; ja &#8211; Bildungsarbeit leisten. Unser Interesse gilt den Kindern, den einzelnen Menschen. P\u00e4dagogische Fachleute suchen nicht die Lautst\u00e4rke der gro\u00dfen Ereignisse. Sie erbringen ihren Beitrag zur positiven Entwicklung der Kinder, w\u00fcnschen sich deren Gl\u00fcck und bringen sich in die Gesellschaft kulturell und menschlich ein. Warum wird das nicht so wertgesch\u00e4tzt, wie sie es verdienen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">Einzelne p\u00e4dagogische Fachleute und ganze Teams w\u00fcnschen sich einerseits mehr Anerkennung, andererseits bewegen sie sich nur z\u00f6gerlich aus ihrem Schneckenhaus heraus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\">\u201eWenn ich nur daran denke, welche Diskussionen es gab, als das neue Eingew\u00f6hnungsmodell die Idee mit sich gebracht hat, Eltern tagelang an unserem Alltag teilhaben zu lassen. Die Argumente reichten von: Das will ich nicht, dass mir st\u00e4ndig jemand auf die Finger schaut!, bis zu: Das Kind kann sich ja dann gar nie l\u00f6sen\u201c Und doch wurde unser eigenes, angepasstes Eingew\u00f6hnungsmodell zu einem Vorsto\u00df.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-medium-font-size wp-block-paragraph\"><strong>Eine Prozessbegleitung verhindert keine schwierigen Phasen. Sie macht eher Mut , in einem Team kooperativ, solidarisch, offen, klar, direkt und intensiv miteinander zu arbeiten. <\/strong>Individuell angepasste Methoden und die aktive Moderation der Teamgespr\u00e4che erleichtern allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den fachlichen und pers\u00f6nlichen Austausch. Die gemeinsam ausgehandelten p\u00e4dagogischen Ziele f\u00fchren gleichzeitig zur Differenzierung und den p\u00e4dagogischen Grunds\u00e4tzen einer Gruppe von Profis in Kindertageseinrichtungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eUnser Team bem\u00fcht sich im Alltag intensiv darum, professionelle Arbeit zu machen und diesen Anspruch auch in aller Deutlichkeit zu artikulieren. Es tauchen in unserer Umgebung, beispielsweise den Eltern, immer wieder \u00e4u\u00dferst diffuse Meinungsbilder \u00fcber unseren Beruf und die damit verbundenen T\u00e4tigkeiten auf. 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